Standortübergreifende Zusammenarbeit in der Kardiologie

Prof. Dr. med. Andreas Jeron treibt als standortübergreifender Chefarzt die verstärkte Zusammenarbeit beider Kliniken im Bereich Kardiologie voran. © Thomas Frank + Katja Zern | Rems-Murr-Kliniken gGmbH

Zusätzliche Spezialisierung in Schorndorf
Schorndorf. Patienten mit Beschwerden oder Störungen des Herz-Kreislaufsystems werden an der Rems-Murr-Klinik Schorndorf jetzt mit zusätzlicher Expertise behandelt. Dazu wurde in den vergangenen Monaten die Kooperation mit der kardiologischen Fachklinik am Rems-Murr-Klinikum Winnenden ausgebaut. Bisher wurden kardiologische Behandlungen in Schorndorf von der Fachklinik der Allgemeinen Inneren Medizin übernommen. Jetzt wurde eine eigene Spezialstation mit 30 Betten eingerichtet, die vom Chefarzt der Kardiologie in Winnenden, Prof. Andreas Jeron, und seinem Team betreut wird. Zusätzlich wurden in der Notaufnahme fünf Überwachungsbetten für mögliche Herzpatienten eingerichtet, die auch mittels Ultraschall (Echokardiologie) untersucht werden können.

„Aus Sicht der Patienten ändert sich nichts“, so Prof. Jeron. „Sie können weiterhin nach Winnenden oder Schorndorf gehen – in beiden Kliniken wird ihnen kompetent geholfen. Wir haben damit eine umfassende kardiologische Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen an zwei Standorten etabliert.“ Dabei bleibt in Winnenden weiterhin die interventionelle Kardiologie (operative Verfahren) zu Hause. Während in Schorndorf das Leistungsspektrum der konservativen Kardiologie – also ohne Operationen – angeboten wird.

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Rems-Murr-Kliniken, Landrat Dr. Richard Sigel sagt dazu: „Wir setzen unsere Vorhaben aus der Medizinkonzeption schrittweise um. Dazu gehört auch, dass wir die standortübergreifende Zusammenarbeit der einzelnen Fachdisziplinen immer weiter ausbauen. Das ist mit der Kardiologie jetzt einmal mehr vorbildlich gelungen.“ Der Geschäftsführer der Rems-Murr-Kliniken, Dr. Marc Nickel, betont die neue Spezialisierung: „Mit der Klinik für Kardiologie können wir die wohnortnahe medizinische Versorgung in dieser Disziplin auf Schorndorf ausdehnen. Insbesondere Patienten der Notaufnahme profitieren von der zusätzlichen Expertise am Standort Schorndorf.“

Auch in Schorndorf betreut Prof. Jeron mit einem Oberarzt und acht Assistenzärzten die Patienten und ist dabei zweimal die Woche vor Ort auf Visite. Bei akuten unklaren Brustschmerzen, beispielsweise bei Verdacht auf Herzinfarkt oder akut auftretenden Herzrhythmusstörungen, erhalten Patientinnen und Patienten direkt auf der Chest Pain Unit (CPU) eine umfassende Diagnostik und Therapie. Die Spezialstation verfügt über insgesamt fünf Monitorbetten, die mit einem kontinuierlichen Überwachungssystem verbunden sind. „Damit können wir unseren Patienten zielgenauer helfen“, so der Chefarzt. „Bei allgemeinen Brustschmerzen wissen wir jetzt noch schneller, was die beste Therapie ist.“ Gleichzeitig werde damit die Allgemeine Innere Medizin in Schorndorf entlastet und könne sich ebenfalls besser um seine Patienten kümmern.

Ist eine invasive kardiologische Diagnostik und Behandlung in einem Herzkatheterlabor notwendig, zum Beispiel beim Einsetzen einer Gefäßstütze (Stent), profitieren die Patientinnen und Patienten ebenfalls von der engen Verzahnung der Kliniken in Schorndorf und Winnenden. Als Chefarzt der Kardiologie an beiden Standorten ermöglichen Prof. Dr. Andreas Jeron und sein Team eine schnelle Weiterbehandlung am Rems-Murr-Klinikum Winnenden.

Weitere Informationen zu den Rems-Murr-Kliniken gibt es im Internet auf www.rems-murr-kliniken.de