Rems-Murr-Klinik Schorndorf: Ein-Tresen-Modell für Notaufnahme und Notfallpraxis

Eine Anlaufstelle im Notfall: Notaufnahme und Notfallpraxis haben an der Rems-Murr-Klinik Schorndorf einen gemeinsamen Empfangstresen etabliert | ® Thomas Frank/Katja Zern | Rems-Murr-Kliniken gGmbH

Erfolgsmodell nun auch in Schorndorf
Schorndorf. Um die sektorenübergreifende Patientenversorgung weiter zu stärken und im Notfall optimal auf die konkreten Behandlungsbedürfnisse der Patientinnen und Patienten an der Rems-Murr-Klinik Schorndorf eingehen zu können, werden die Anmeldungen der Notaufnahme und der Notfallpraxis seit Mitte Oktober an einem gemeinsamen Empfangstresen bearbeitet. Patientinnen und Patienten, die zum Beispiel außerhalb der gängigen hausärztlichen Öffnungszeiten auf medizinische Behandlung angewiesen sind, werden künftig an diesem zentralen Anlaufpunkt empfangen, von wo aus sie je nach Bedarf auf Notaufnahme oder Notfallpraxis verteilt werden.

„Viele Menschen wissen gar nicht, dass es neben dem Hausarzt und der Notaufnahme noch eine dritte Anlaufstelle gibt: die Notfallpraxis“, erklärt der Geschäftsführer der Rems-Murr-Kliniken, Dr. Marc Nickel: „Mit dem Ein-Tresen-Modell bauen wir daher nicht nur weiter konsequent Komplexität ab. Wir leisten auch einen wichtigen Beitrag, dass der Patient im Notfall sofort entsprechend seiner Bedürfnisse und der Schwere der Krankheit oder Verletzung behandelt werden kann.“ Das Ein-Tresen-Modell habe sich am Rems-Murr-Klinikum Winnenden bereits bewährt und werde ab sofort auch am Standort Schorndorf zur optimalen Behandlung aller Patientinnen und Patienten beitragen, so Dr. Nickel. Die Etablierung des Ein-Tresen-Modells erfolgte dabei in zwei Schritten. Erster Schritt war der Umzug der Notfallpraxis in die Räumlichkeiten der Notaufnahme, der bereits Ende 2017 erfolgte. Im zweiten Schritt kam es zu baulichen Veränderungen, um die Etablierung des Ein-Tresen-Modells final zu ermöglichen. „Nachdem wir am Standort Schorndorf die letzten Stellschrauben für eine verbesserte Zusammenarbeit von niedergelassenen Ärzten und der Notaufnahme gedreht haben, sind nun beide Kliniken gleich gut aufgestellt“, betont der Aufsichtsratsvorsitzende, Landrat Dr. Richard Sigel: „Das Rettungswesen im Rems-Murr-Kreis wird dadurch nochmal entscheidend gestärkt.“

Welche positiven Folgen für den einzelnen Patienten konkret daraus entstehen, erläutert Dr. Angela Rothermel, leitende Ärztin der interdisziplinären Notaufnahme in Schorndorf: „Früher musste der Patient selbst entscheiden, ob er ein Fall für die Notaufnahme oder die Notfallpraxis ist. Aber wie soll er das machen, wenn er zum Beispiel starken Kopfschmerzen hat? Diese können sowohl ein Fall für die Notaufnahme als auch für die Notfallpraxis sein.“ Diese Ersteinschätzung übernehme, so Dr. Rothermel weiter, nun qualifiziertes Personal. Mit dem neuen Ein-Tresen-Modell würden sich die Wartezeiten merklich verkürzen, ebenso wie die Zeit vom Eintreffen des Patienten bis zur Diagnose. Dr. Rothermel: „Vereinfacht ausgedrückt: Wir stellen sicher, dass der Patient nicht in der falschen Schlange ansteht – sondern immer in der richtigen.“

Als weitere Maßnahme zur optimalen Versorgung der Patienten der Notaufnahme und Notfallpraxis wird zudem eine Notaufnahmestation (AST) eingerichtet, die ab voraussichtlich Anfang Februar über zehn Monitorbetten verfügen wird. Vier der neuen Monitorbetten sind bereits in Betrieb, um zur Entlastung der anderen Stationen in den kommenden Wintermonaten beizutragen.

Weitere Informationen zu den Rems-Murr-Kliniken gibt es im Internet auf www.rems-murr-kliniken.de.