Thoraxchirurgie und Lungenzentrum etabliert

PD Dott. Dr. Alessandro Marra verantwortet als Sektionsleiter seit Jahresbeginn die Thoraxchirurgie und leitet das Lungenzentrum am Rems-Murr-Klinikum Winnenden © Frank/Zern | Fotostudio M42

Neuer Leistungsschwerpunkt am Rems-Murr-Klinikum Winnenden
Winnenden. Am Rems-Murr-Klinikum Winnenden ist Anfang des Jahres mit dem Sektionsleiter Privatdozent Dott. Dr. Alessandro Marra der neue Leistungsschwerpunkt Thoraxchirurgie etabliert. Damit werden zum ersten Mal die spezialisierten endoskopischen und chirurgischen Behandlungen des Brustkorbes und der Atmungsorgane im Rems-Murr-Kreis angeboten. „Gemeinsam mit zwei Oberärzten und unserem Team behandeln wir die betreffenden Organe wie die Lunge, das Zwerchfell, die Luftröhre oder die Lymphdrüsen“, so Dr. Marra. „Egal, ob die Behandlung chirurgisch, durch endoskopische Maßnahmen oder medikamentös erfolgen muss – die Expertise ist jetzt am Rems-Murr-Klinikum Winnenden vorhanden.“ Dieser neue Leistungsschwerpunkt ermöglicht Anfang April erstmalig im Rems-Murr-Kreis in Zusammenarbeit mit Fachärzten der Pneumologie, die sich mit Krankheiten der Lunge beschäftigen, die Eröffnung eines spezialisierten Lungenzentrums.

Ein besonderer Schwerpunkt bildet in der Thoraxchirurgie darüber hinaus die Therapie von Lungentumoren und Tumoren der Brustorgane, bei der die Spezialisten eng mit dem onkologischen Zentrum und dem Zentrumsleiter, Prof. Dr. Markus Schaich, zusammenarbeiten. „Dank der hohen Spezialisierung unserer Fachärzte und aufgrund der engen Kooperation mit dem onkologischen Zentrum können wir unsere Patienten jetzt noch besser diagnostizieren und behandeln“, so Dr. Marra.

Die Thoraxchirurgie ist am Rems-Murr-Klinikum Winnenden mit hochmodernen Geräten für die Diagnostik und Therapie ausgestattet. Das neue Bronchoskop zum Beispiel sei das Top-Gerät auf dem Markt, so der Chefarzt. „Und wir bekommen es hier am Rems-Murr-Klinikum Winnenden als erste in Europa. Mit dem Gerät ist es möglich, während der Bronchoskopie gleichzeitig mit Ultraschall das Gewebe noch besser untersuchen zu können.“ Auch ein spezielles Lasergerät für Lungenoperationen ergänzt die Ausstattung der Thoraxchirurgie, so der Facharzt. Großer Vorteil: Mit dem Laserstrahl wird das Gewebe getrennt und gleichzeitig die Blutgefäße verödet. „So lässt sich wesentlich besser krankes Gewebe von gesundem trennen und damit mehr Lungenfunktion erhalten. Das wiederum führt zu einer höheren Lebensqualität nach einer Operation“, berichtet Dr. Marra.

PD Dr. Marra war als Facharzt an der Ruhrlandklinik Essen, Deutschlands größter Thoraxchirurgie, tätig. Danach baute er als leitender Oberarzt und fachlicher Koordinator das zertifizierte Lungenkrebszentrum an den Nils-Stensen-Kliniken in Ostercappeln auf. Zuletzt war er Chefarzt am Klinikum Bremen-Ost. Er ist Leiter der Akademie der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie und Vertreter der Thoraxchirurgie in der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie. Sein langfristiges Ziel ist der Aufbau eines zertifizierten Lungenkrebszentrums am Rems-Murr-Klinikum Winnenden. Besonderen Wert legt Dr. Marra auf das Thema Patientensicherheit und Risikomanagement, zu dem er eine Arbeitsgruppe in seiner Fachgesellschaft gegründet und geleitet hat. Dabei sind verschiedene Maßnahmen für den klinischen Ablauf konzipiert worden, die eine optimale Operation für den Patienten sicherstellen: OP-Checklisten, Vier-Augen-Prinzip, hohes Facharztniveau, Beurteilung vom Facharzt im Klinikalltag – um nur Beispiele zu nennen. „Unsere Krankenhäuser sind so sicher wie nie“, weiß Dr. Marra.

Weitere Informationen zu den Rems-Murr-Kliniken gibt es im Internet auf www.rems-murr-kliniken.de