Expertensprechstunde zum Weltschlaganfalltag

Vier Mediziner der Rems-Murr-Kliniken und eine Betroffene der Selbsthilfegruppe Rems-Murr geben am 29. Oktober von 17 bis 19 Uhr telefonische Auskunft

Seit 2006 macht der Weltschlaganfalltag der Weltschlaganfall Organisation (WSO) auf das Thema und die Prävention eines Schlaganfalls aufmerksam. Auch dieses Jahr wird am 29. Oktober erneut auf die Gefahren, die Risiken und Folgen der Durchblutungsstörung des Gehirns hingewiesen. Denn nur wer über diese Erkrankung und ihre Symptome umfangreich informiert ist, kann sie erkennen und handeln. Die Rems-Murr-Kliniken bieten daher extra eine Expertensprechstunde an.

Unter der Rufnummer 07195 591-31031 erhalten Interessierte im Rems-Murr-Kreis am Donnerstag, 29. Oktober, von 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr die Möglichkeit, sich telefonisch mit den folgenden Medizinern und einer Betroffenen zum Thema Schlaganfall auszutauschen und ihre Fragen zu stellen:

  • Chefarzt Dr. med. Bernhard Fröhlich, Gastroenterologie, Allgemeine Innere Medizin und Geriatrie, Schorndorf
  • Stellvertretender Chefarzt Dr. med. Georg Krebs, Allgemeine Innere Medizin und Geriatrie, Schorndorf
  • Chefarzt Prof. Dr. med. Ludwig Niehaus, Neurologie, Winnenden
  • Oberarzt Dr. Filip Boháč, Neurologie, Winnenden
  • Gabriele Glatki, Schlaganfall-Selbsthilfegruppe Rems-Murr.


„Time is Brain“ – Erkennen und schnell handeln

Seh- oder Sprachstörungen, ein tauber Arm oder gelähmtes Bein. Es passiert urplötzlich und dauert nur Sekunden, bevor sich die Welt grundlegend verändert – ein Schlaganfall. Das Tückische ist, dass er zumeist schmerzfrei abläuft und oftmals unbemerkt bleibt. Dies hat gravierende Folgenden, die bis zum Tod oder einer lebenslangen Behinderung führen können. In jedem Fall heißt es: Time is Brain. Jede Sekunde zählt, um Leben zu retten. Dazu gehört neben dem Erkennen der Anzeichen eine umgehende Versorgung in einer speziell darauf ausgerichteten nahe gelegenen Schlaganfallstation wie an der Rems-Murr-Klinik Schorndorf und am Rems-Murr-Klinikum Winnenden.

Mit FAST Leben retten
Der FAST-Test hilft auch Laien dabei, einen Schlaganfall in ihrem Umfeld früh zu diagnostizieren. FAST steht für Face (Gesicht), Arms (Arme), Speech (Sprache) und Time (Zeit). Um als Nicht-Mediziner einen Schlaganfall symptomatisch diagnostizieren zu können, bittet man den Betroffenen zu lächeln und prüft, ob ein Mundwinkel herabhängt (Face).

Zudem soll die Person beide Arme heben. Sinkt ein Arm ab, deutet das auf eine gesundheitliche Veränderung hin (Arms). Auch einen einfachen Satz soll die Person nachsprechen. Eine undeutliche Aussprache weist auf einen Schlaganfall hin (Speech). Jetzt greift der letzte Aspekt: Time. Trifft eines dieser Symptome zu, muss unverzüglich der Notruf (112) gewählt und der Patient in das nächstgelegene Krankenhaus gebracht werden, um bleibende Schäden zu verhindern.

Spezialeinheiten für Schlaganfallpatienten in Winnenden und Schorndorf
Im Rems-Murr-Kreis sorgen die Rems-Murr-Kliniken für einen schnellen, wohnortnahen Zugang zu Therapiemöglichkeiten bei einem Schlaganfall. Dabei können die Rettungsdienste sowohl auf die Kompetenz in Winnenden als auch am Standort Schorndorf zurückgreifen. Zur schnellen Behandlung von Patienten mit Schlaganfall oder einem Verdacht auf Schlaganfall wurden an beiden Standorten bereits früh zertifizierte Schlaganfalleinheiten etabliert. Hier werden die Patienten täglich rund um die Uhr durch ein besonders geschultes, interdisziplinäres Team behandelt. Die lokale Schlaganfallstation Schorndorf unter Leitung von Dr. Bernhard Fröhlich ist offiziell durch die Arbeitsgemeinschaft Schlaganfallstationen Baden-Württemberg und das Schlaganfallzentrum in Winnenden unter Leitung von Prof. Dr. Niehaus als regionale Stroke Unit durch die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft zertifiziert. Damit wird nicht nur höchste medizinische Fachkompetenz beurkundet, sondern die Zertifikate belegen auch einheitliche Diagnose- und Behandlungsstandards, die für eine hohe medizinische Qualität stehen.