Erste Freiwillige im Einsatz für die Rems-Murr-Kliniken

Anja-Carina Tretter ist dem Aufruf gefolgt und unterstützt die Rems-Murr-Kliniken ehrenamtlich an der Information in Winnenden (© Michaelis | Rems-Murr-Kliniken gGmbH)

Auch die Apotheke der Rems-Murr-Kliniken wird bei der eigenen Desinfektionsmittelproduktion ehrenamtlich unterstützt. (© Michaelis | Rems-Murr-Kliniken gGmbH)

Zahlreiche Freiwillige registriert und im Ernstfall auf „Standby“
Winnenden/Schorndorf. Der im März gestartete Aufruf nach freiwilligen Helfern zur Unterstützung der Rems-Murr-Kliniken hat für eine überwältigende Flut an Hilfsangeboten gesorgt. Mit circa 600 registrierten Bürgerinnen und Bürgern, überwiegend mit einer medizinischen Ausbildung, wären die Rems-Murr-Kliniken auch für eine stark steigende Zahl von Covid-19-Patienten gut gewappnet. Da die Corona-Patientenzahlen in den Rems-Murr-Kliniken bisher gut vom Stammpersonal versorgt werden konnten, sind viele der freiwilligen Helferinnen und Helfer zwar registriert, mussten aber noch nicht aktiv werden. Bisher sind 26 Freiwillige im Pflege- und Transportdienst, in der Apotheke, an der Information oder für den ärztlichen Dienst der neu eingerichteten Corona-Ambulanz aktiv tätig.

„In Zeiten der Krise wird die große Solidarität in unserem Landkreis sichtbar“, lobt Landrat Dr. Sigel. „Dies zeigt die große Zahl der Freiwilligen, die sich bei uns nach dem Aufruf registriert haben. Es gibt Sicherheit, zu wissen, dass in unserem Landkreis viele Menschen im Ernstfall bereitstehen, um zu helfen und das Stammpersonal der Rems-Murr-Kliniken bei der Versorgung von Corona-Patienten zu unterstützen. Wir müssen aber froh sein, dass wir aufgrund der zahlreichen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus im Land noch nicht an die Kapazitätsgrenzen gekommen sind und viele Freiwillige noch nicht aktivieren mussten. Dies ändert an der großen Dankbarkeit gegenüber den Freiwilligen nichts und ich hoffe, dass ihre Motivation trotz „Standby-Modus“ ungebrochen bleibt, denn das Corona-Virus wird unseren Alltag leider noch länger bestimmen.“

Auch Dr. Marc Nickel, Geschäftsführer der Rems-Murr-Kliniken, bedankt sich. „Die Gesundheits-versorgung der Bevölkerung steht auch in Krisenzeiten an erster Stelle,“ so Dr. Nickel. „Mit unseren freiwilligen Helfern sind wir im Extremfall nicht nur weiterhin im Stande, diese aufrechtzuerhalten, sondern können zudem unser medizinisches Personal entlasten. Wir haben daher bereits erste Helfer aus dem Personalpool aktiviert. Durch die große Anzahl an Registrierten können wir bei Bedarf schnell um weitere Einsatzkräfte aufstocken. Wir sind daher für den Fall, dass die Zahlen an Corona-Infizierten sprunghaft steigen sollten, bestens gewappnet.“

Erste Helfer bereits aktiv in den Kliniken tätig
Aktuell haben bereits 26 Helfer die Tätigkeit im gewählten Einsatzgebiet begonnen. Diese Solidarität zu den Mitmenschen zeigt sich nicht nur durch den zusätzlichen Einsatz, sondern auch im Hinblick auf die Vergütung der Helfer. Während 16 Freiwillige ihre Unterstützung als Angestellte des Krankenhauses ableisten, haben sich 10 Helfer für einen ehrenamtlichen Einsatz entschieden. Es ist nicht ausgeschlossen, dass für Vereinzelte eine zukünftige hauptberufliche Tätigkeit auch nach der Corona-Pandemie als Mitarbeitende der Rems-Murr-Klinik infrage kommt. Ein Nebeneffekt, über den sich die Rems-Murr-Kliniken in Zeiten des Personalmangels besonders freuen und daher wird mit Interessierten auch aktiv das Gespräch gesucht.

Anja-Carina Tretter steht als eine der ersten Freiwilligen beispielhaft für die Leistungen der Helfer. „Ich habe online den Aufruf gesehen und fühlte mich sofort angesprochen,“ sagt Frau Tretter. Seit Kurzem unterstützt die gelernte Altenpflegerin dreimal die Woche ehrenamtlich die Damen an der Information im Rems-Murr-Klinikum Winnenden. Trotz ihrer hauptberuflichen Tätigkeit bei einer Krankenversicherung nimmt sie eine Anfahrt von 40 Minuten auf sich, um neben ihrer Arbeit im Homeoffice tatkräftig bei der Aufnahme und Anmeldung der eintreffenden Patienten anzupacken. „Es macht mich stolz, dass ich durch meinen Einsatz auch etwas zurückgeben kann und meinen Beitrag im Kampf gegen das Virus leiste. Zeiten wie diese stellen uns alle vor große Herausforderungen und jetzt liegt es an uns, Hand in Hand dagegen anzugehen. Durch meine Ausbildung als Altenpflegerin weiß ich, wie wichtig es ist, füreinander da zu sein, daher habe ich nicht gezögert und mich umgehend als Helfer registriert.“

Vorhandenes Potenzial noch nicht ausgeschöpft
Die bisher abgerufenen Personalzahlen zeigen, dass die Rems-Murr-Kliniken für den Ernstfall bestens gerüstet sind. Die Stammbelegschaft ist dank der von der Geschäftsführung ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus in der Lage, die momentane Situation gut abzufangen. Die zahlreichen Anmeldungen machen es möglich, im Bedarfsfall auf die Unterstützung zurückgreifen zu können. Die bis dato noch nicht eingesetzten Freiwilligen sind ein stabiles und wichtiges Fundament zur Sicherung der Personalsituation und Patientenbetreuung.

Weitere Informationen zu Corona in der Region im Internet unter https://www.rems-murr-kliniken.de/startseite/aktuelles/informationen-zum-coronavirus.html sowie
https://www.rems-murr-kreis.de/jugend-gesundheit-soziales/gesundheit/coronavirus-aktuelle-informationen/
und zu den Rems-Murr-Kliniken unter www.rems-murr-kliniken.de