Aufruf an medizinische Fachkräfte im Landkreis

Rems-Murr-Kreis und Rems-Murr-Kliniken bereiten sich weiter auf den Ernstfall vor
Rems-Murr. Angesichts der dynamischen Lage und steigender Corona-Fallzahlen bereiten sich der Rems-Murr-Kreis und die Rems-Murr-Kliniken weiter mit Hochdruck auf eine steigende Anzahl von schwer- und schwerstkranken Covid-19-Patienten vor. Die Rems-Murr-Kliniken bereiten sich entsprechend der Aufforderung der Bundesregierung darauf vor, auch eine dramatische Entwicklung zu meistern.

Es wurde inzwischen ein sogenannter „Corona-Therapieprozess“ innerhalb der Klinik etabliert und ein Therapie Team mit weitreichenden Kompetenzen ausgestattet, um den Klinikbetrieb jederzeit an eine Krisensituation anpassen zu können. „Das medizinisch nicht notwendige Behandlungs- und Operationsprogramm wurde bereits weitgehend auf unbestimmte Zeit verschoben und es werden derzeit weitere Beatmungskapazitäten aufgebaut. Ab dem kommenden Montag sind die Rems-Murr-Kliniken weitgehend im Standby für den Ernstfall“, so Geschäftsführer Dr. Marc Nickel.

Personalengpässe, die durch die Schließung von Schulen und Kitas entstanden sind, wird mit einer klinikeigenen Notfallbetreuung am Standort Winnenden entgegengewirkt. Trotz diesen zielgerichteten Maßnahmen und einer vorausschauenden Personalplanung könnte das Personal aber in absehbarer Zeit knapp werden. Um für die zu erwarteten Patientenzahlen ausreichend Personal in den Krankenhäusern vorzuhalten, müssen die Personalbestände aufgestockt werden.

Dr. Richard Sigel, der Landrat des Rems-Murr-Kreises und Dr. Marc Nickel, der Geschäftsführer der Rems-Murr-Kliniken haben sich daher entschlossen, frühzeitig einen Aufruf an Freiwillige zu starten. „Es sind viele einzelne und mutmachende Hilfsangebote aus der Bevölkerung bei uns eingegangen, die uns zu diesem Schritt ermuntert haben“, so der Landrat und appelliert: „Wir rufen alle Bürgerinnen und Bürger mit einer medizinischen Ausbildung im Rems-Murr-Kreis auf, die im Ernstfall gerne helfen würden, sich bei uns registrieren zu lassen. Wir sind jetzt auf Solidarität und Zusammenhalt angewiesen, um mit einer freiwilligen und einsatzbereiten Reserve gut vorbereitet zu sein.“

Um im Ernstfall gut gerüstet zu sein, planen der Rems-Murr-Kreis und die Rems-Murr-Kliniken schon jetzt einen zusätzlichen Personalpool aus freiwilligen Helfern aufzubauen, der im Bedarfsfall kurzfristig aktiviert werden kann. Dies geschieht in enger Abstimmung mit den Rettungsdiensten und Katastrophenschutz, damit sich die Pools der Freiwilligen ergänzen.

Gesucht werden insbesondere qualifizierte Pflegekräfte und Ärzte, die derzeit wegen Elternzeit, Ruhestand oder aus sonstigen Gründen nicht in dem Beruf arbeiten, aber helfen wollen. Medizinstudenten, die das 10. Semester absolviert haben, oder über eine Ausbildung als Pflegekraft oder Rettungssanitäter verfügen, sind ebenfalls willkommen.

Für die Registrierung wurde kurzerhand das Bewerberportal der Rems-Murr-Kliniken umgebaut. Interessenten können sich ganz einfach melden unter der zentralen E-Mail unterstuetzung-corona(at)rems-murr-kliniken.de mit Angabe ihrer Ausbildung bzw. fachliche Erfahrung und ihrer Verfügbarkeit, Kontaktdaten und sonstigen Tätigkeit bei Rettungsorganisationen oder sich über die Webseite registrieren unter https://rems-murr-kliniken.de/unterstuetzung. Alle Interessenten werden zeitnah kontaktiert und über Einsatzmöglichkeiten informiert.

Im Falle eines Einsatzes kann individuell vereinbart werden, in welchem Umfang, Fachbereich und Klinikstandort der Einsatz erfolgt. Während des Einsatzes in den Kliniken ist bei Verfügbarkeit eine Kinderbetreuung möglich.

Tagesaktuelle Informationen zum Coronavirus gibt es auf der Website des Landkreises: www.rems-murr-kreis.de

Weitere Informationen zu den Rems-Murr-Kliniken gibt es im Internet auf www.rems-murr-kliniken.de.