200. MitraClip-Patient in Winnenden

Bildunterschrift: MitraClip: Kleiner Clip mit großer Wirkung © Abbott Vascular

Rems-Murr-Kliniken setzen auf moderne Verfahren
Winnenden. Arbeitet das Herzkreislaufsystem nicht optimal, führt das beim Menschen in der Regel zu deutlichen Einschränkungen in der Leistungsfähigkeit: Er leidet beispielsweise an Atemnot und ermüdet rasch. Liegt der Grund für die Herzinsuffizienz in einer schlecht schließenden Mitralklappe, bietet die Klinik für Kardiologie am Rems-Murr-Klinikum Winnenden seit 2014 mit dem sogenannten MitraClip®-Verfahren (interventionelle Rekonstruktion der Mitralklappe) ein neues, schonendes Verfahren an, das besonders für Patienten mit hohem Operationsrisiko eine sehr erfolgreiche Behandlungsalternative ist. Jüngst wurde nun der 200. Patient mittels MitraClip®-Verfahren behandelt: „Insbesondere für Risikopatienten mit Mitralklappeninsuffizienz ist das MitraClip®-Verfahren die oftmals die einzige effektive Therapieoption, um wieder Lebensqualität zurückzugewinnen“, erklärt Dr. Thomas Eul, Oberarzt der Kardiologie, der das Verfahren am Rems-Murr-Klinikum Winnenden durchführt, und dafür gleichzeitig als Ausbilder über Landesgrenzen hinaus unterwegs ist. Prof. Andreas Jeron, Chefarzt der Kardiologie an den Rems-Murr-Kliniken, ergänzt: „Dass wir die 200. Behandlung mit dem Verfahren durchführen konnten, zeigt, dass unsere Patienten großes Vertrauen in unser Know-how haben, worüber wir uns sehr freuen.“

Die Insuffizienz der Mitralklappe – eine der vier Herzklappen im menschlichen Körper – ist ein weitverbreiteter Herzklappenfehler. Wenn man sich das Herz wie eine Pumpe vorstellt, dann hat die Mitralklappe die Funktion eines Ventils, welches sich zwischen den einzelnen Pumpvorgängen schließt und öffnet. Bei einer Insuffizienz schließt die Mitralklappe allerdings nicht mehr richtig und es kommt zu einem Rückfluss. Bei einer schweren Insuffizienz ist die operative Mitralklappenrekonstruktion derzeit eine Möglichkeit, diesen Herzklappenfehler zu beheben. Da dies eine Operation am offenen Herzen ist, geht sie allerdings mit einem Operationsrisiko einher, das vom Alter des Patienten, der Nierenfunktion, der Herzfunktion, dem Vorliegen einer Insulintherapie und anderen Faktoren abhängt.

Für Patienten mit hohem Operationsrisiko ist das MitraClip®-Verfahren deshalb eine Behandlungsalternative, die zudem sehr erfolgreich ist. Bei diesem Verfahren wird nicht operiert, sondern über den minimalinvasiven Herzkatheter ein Clip in der Mitralklappe platziert. Dadurch wird der Schließmechanismus der Klappe stabilisiert.

Mehr Informationen und ein Video zum MitraClip®-Verfahren finden Sie unter „Kardiologie Live“ der Klinik für Kardiologie am Rems-Murr-Klinikum Winnenden: https://www.rems-murr-kliniken.de/medizin/winnenden/kardiologie/kardiologie-live.html

Weitere Informationen zu den Rems-Murr-Kliniken gibt es im Internet auf www.rems-murr-kliniken.de