Thermoablation (Mikrowellenablation)

Kann ein Tumor nicht chirurgisch entfernt werden, weil er z.B. an einer unzugänglichen Stelle innerhalb eines Organs gelegen ist, oder weil andere Gründe gegen eine Operation sprechen, so kann in vielen Fällen der Tumor durch eine Thermosonde behandelt werden. Die Sonde wird durch einen Radiologen bildgesteuert (meistens im CT, aber auch in der Sonographie) ins Zentrum des Tumors vorgebracht. Anschließend wird die Sonde erhitzt, was zu einem Absterben des Tumorgewebes führt. Das Verfahren kann unter örtlicher Betäubung und in Analgosedierung (ähnlich wie bei einer Koloskopie) durchgeführt werden. Nach der Ablation kann es zu Schmerzen, Fieber oder auch Infektionen kommen. Deshalb werden die Patienten dazu für einige Tage auf die Gastroenterologie der Rems-Murr-Klinik Schorndorf stationär aufgenommen.

Es existieren verschiedene Thermoablationsverfahren. Am weitesten verbreitet ist die Radiofrequenzablation (RFA). Mit dieser Methode können nur relativ kleine Tumore therapiert werden und die Behandlungsdauer beträgt bis zu einer Stunde. Wir verwenden deshalb in Schorndorf die Mikrowellenablation mit der größere Tumordurchmesser in sehr viel kürzerer Zeit abladiert werden können. Das Verfahren ist deshalb für die Patienten schonender.