Periradikuläre Therapie (PRT)

Bei der CT-gesteuerten periradikulären Therapie (PRT) wird unter computertomographischer Kontrolle eine dünne Nadel bis unmittelbar an die Beschwerden verursachende Nervenwurzel vorgeschoben. Dies ist der Austrittspunkt der Nerven aus der Wirbelsäule. Dadurch gelingt es präzise, Medikamente um diesen Nerv zu spritzen und eine hohe örtliche Wirkdosis an dem geschädigten Nerv zu erreichen. Diese Behandlung kann dann in ein- bis vierwöchigen Abständen mehrfach wiederholt werden.
 
Möglichkeiten der Computertomographie
Der Einsatz der Computertomographie bei dieser Methode bedeutet neben erhöhter Sicherheit die Gewährleistung einer hohen Präzision bei jeder Behandlung. Mittels Computertomographie lassen sich exakt Nerven, Blutgefäße und andere Körpergewebe darstellen. Auch die zur Therapie eingesetzten Instrumente sind haarscharf im Bild zu erkennen und zu kontrollieren.
 
Die Therapie
Zur Therapie werden verschiedene Medikamente eingesetzt. Zum einen werden langwirksame Lokalanästhetika (Mittel zur örtlichen Betäubung), zum anderen ein örtlich wirksames Cortisonpräparat, sowie eine geringe Menge von Kontrastmittel zur Dokumentation der Verteilung der Medikamente verabreicht.
 
Die Behandlung selbst ist wegen der örtlichen Betäubung nahezu schmerzfrei. Da alle diese Medikamente örtlich wirksam sind, wird nur eine geringe Gesamtdosis erforderlich. Bei etwa 80% unserer Patienten kommt es unter dieser Behandlung zu einer deutlichen Verbesserung der Beschwerden bis hin zur völligen Symptomfreiheit. Normalerweise ist aber erst nach zwei bis vier Behandlungen mit dem völligen Ansprechen der Therapie zu rechnen.
 
Die Wirkung hält nicht nur während der Therapiedauer an, sondern zeigt bei Nachuntersuchungen auch noch nach Jahren einen anhaltenden Effekt. Die Behandlung ist aufgrund der örtlichen Betäubung nahezu schmerzfrei.